Schulen in Oldenburg

Dieter Schütz / pixelio.de
Dieter Schütz / pixelio

In aller Kürze

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick bieten über die verschiedenen Schulformen, die in der Stadt Oldenburg vertreten sind sowie deren Besonderheiten und Angebote. Sie erhalten Informationen über Einschulung und den Übergang zwischen den einzelnen Schulstufen.

Ausgangspunkt

In der Stadt Oldenburg gib es eine Vielzahl von allgemeinbildenden Schulen. Der Träger dieser Schulen ist die Stadt Oldenburg (Amt für Jugend, Familie und Schule). Diese Schulen sind drei unterschiedlichen Schulstufen zugeordnet.

  • Primarbereich (Förderschule, Grundschule)
  • Sekundarbereich I (Förderschule, Oberschulen, Integrierte Gesamtschulen, Gymnasien)
  • Sekundarbereich II (Gymnasien, gymnasiale Oberstufen der Oberschulen)

Daneben gibt es noch Schulen die sich in freier Trägerschaft befinden. Der Stadtelternrat (StER) vertritt sowohl die Schulen in städtische wie die Schulen in freier Trägerschaft. Eine Auflistung aller Schulen im Stadtgebiet finden Sie hier:

http://www.oldenburg.de/startseite/wissenschaft-38-bildung/schulen/schulen-in-oldenburg.html

Neben den rein allgemein bildenden Schulen gibt es im Gebiet der Stadt vier Berufsbildende Schulen (BBS) mit einem umfangreichen Angebot in Teil- und Vollzeitform. Hier können sowohl allgemein bildende als auch berufliche Abschlüsse erworben werden. Der Stadtelternrat (StER) vertritt auch die Eltern der noch nicht volljährigen Schülerinnen und Schüler an den Berufsbildenden Schulen (BBS). Die Angebote der Berufsbildenden Schulen (BBS) finden Sie hier.

http://www.bbs-ol.de/

Schulpflicht

In Niedersachsen gilt die zwölf-jährige Schulpflicht. Zum Beginn eines Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die das sechste Lebensjahr vollendet haben oder bis zum folgenden 1. Oktober Geburtstag haben. Die Eltern dieser Kinder erhalten gut zwölf Monate vor der Einschulung ein Schreiben von der zuständigen Grundschule mit den Anmeldungsterminen.

Eine vorzeitige Einschulung kann bei der betreffenden Grundschule bis zum Mai des Einschulungsjahres beantragt werden.

Grundschulen

Zurzeit gibt es in der Stadt Oldenburg 30 Grundschulen, von denen drei konfessionsgebunden (katholisch) und zwei in freier Trägerschaft (Freie Waldorfschule und Grundschule FREIraum) sind.

In der Grundschule lernen die Schülerinnen und Schüler Lesen, Schreiben und mathematische Grundlagen ebenso wie erste Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich des sozialen Lernens. Sie erfahren einen ersten Kontakt zu naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und gegebenenfalls auch fremdsprachlichen Lernfeldern.

Neben sieben Schulen mit Ganztagesangebot gibt es mit der Grundschule Kreyenbrück seit dem Schuljahr 2014/15 eine teilgebundene Grundschule, die einen verpflichtenden Nachmittagsunterricht an drei Tagen in der Woche vorsieht. Alle anderen städtischen Grundschulen sind verlässliche Grundschulen. Der Schulträger ist bestrebt, das Angebot an Grundschulen mit Ganztagesangebot kontinuierlich auszubauen.

In Oldenburg sind allen Grundschulen auch die konfessionsgebundenen mit Ausnahme der Schulen in freier Trägerschaft Einzugsbezirke zugeordnet. Die jeweils wohnortnächste Schule ist die Schule, die in erster Instanz für alle Schülerinnen und Schüler zuständig ist, auch wenn Eltern ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf inklusiv beschulen lassen möchten. Es steht den Eltern frei, eine Schule in freier Trägerschaft zu wählen.

Link Schulbezirke

http://www.oldenburg.de/fileadmin/oldenburg/Benutzer/PDF/51/515_Schule/Schulbezirke.pdf

Oberschulen

Die vier Oberschulen (OBS) in Oldenburg sind Zusammenschlüsse aus Haupt- und Realschulen. An den Oberschulen (OBS) werden die Jahrgänge 5. Bis 10. Klasse unterrichtet. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie die Schulform der Oberschule (OBS) organisiert ist.

  • Jahrgangsmodell: Alle Schülerinnen und Schüler werden komplett, d. h. in allen Fächern integrativ beschult.
  • Kursmodell: Die Schülerinnen und Schüler werden in den Langzeitfächern (Deutsch, Englisch, Mathematik) nach Leistung differenziert und in den übrigen Fächern nach dem Jahrgangsmodell beschult.
  • Schulzweigmodell: Die Zweige Haupt- und Realschule bestehen fort. Die Schülerinnen und Schüler werden komplett im Schulzweig beschult.

Hierbei hat jede Schule die Möglichkeit selbst festzulegen, welches Modell in der Schule oder einzelnen Jahrgängen umgesetzt wird. In der Praxis kommt es oft zu einer Vermischung der Modelle an den einzelnen Schulen.

Für die Arbeit an den Oberschulen (OBS) gelten in der Regel die gleichen Richtlinien wie für die Schulformen, die sie ersetzen. Ein Schwerpunkt liegt somit in der Berufsvorbereitung. In diesem Zusammenhang erfordert die Oberschule (OBS) ab der 9. Klasse die Festlegung auf eines der Profile „Wirtschaft“, „Technik“ oder „Gesundheit und Soziales“, sofern keine zweite Fremdsprache belegt wird. Die Oberschulen (OBS) bieten die Schulabschlüsse der Haupt- und Realschule an.

Integrierte Gesamtschulen

Die drei integrierten Gesamtschulen (IGS) arbeiten im Sekundarbereich I nach einem Jahrgangsmodell, in dem alle Schülerinnen und Schüler individuelle nach ihren Leistungsvermögen differenziert unterrichtet werden. Die Schulen verzichten dabei auf das Sitzenbleiben und in den Klassenstufen bis zur 8. Klasse auch auf eine Notengebung. Die führt zu der Besonderheit, dass die integrierten Gesamtschulen (IGS) in der Sekundarstufe I keine Quereinsteiger aufnehmen kann.

Nach dem Besuch der Sekundarstufe I bieten die integrierten Gesamtschulen (IGS) die Möglichkeit des Besuchs der gymnasialen Oberstufe.

Eine Besonderheit der integrierten Gesamtschule (IGS) in Oldenburg liegt darin, dass diese Schulform in Niedersachsen nicht verpflichtend vom Schulträger angeboten werden muss. Mit dem Angebot folgt man zwar dem Elternwillen es begründet jedoch keinen Rechtsanspruch auf den Besuch dieser Schulform, anders als bei Oberschule (OBS) oder Gymnasium. Dies wirkt sich in der Praxis so aus, dass zunächst das Bewerbungsverfahren für die integrierten Gesamtschulen (IGS) abgeschlossen sein muss, bevor dann sich die Schülerinnen und Schüler an den Oberschulen (OBS) und Gymnasien anmelden können. Dort müssen sich dann auch die abgewiesen Schülerinnen und Schüler um einen Platz bemühen.

Gymnasien

Den höchsten Bildungsabschluss (die allgemeine Hochschulreife) bieten ebenfalls sechs Gymnasien in städtischer und zwei in freier Trägerschaft an. Die Gymnasien arbeiten in der Sekundarstufe I in der Regel nach dem Klassensystem. In der Sekundarstufe II folgt nach einer Einführungsphase (Klasse 11) dann die zweijährige Oberstufe.

Wünschen Eltern, dass ihr Kind nach der Grundschule das Gymnasium besucht, melden sie es auf ihrer Wunschschule an und die Schulen klären dann in einer sogenannten Verteilerkonferenz falls nötig die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler. Es kann also sein, dass das Kind keinen Platz an der gewünschten Schule bekommt, ein Platz an einem Gymnasium bekommt es jedoch in jedem Fall.

Förderschulen

In Oldenburg gibt es 4 Förderschulen in städtischer Trägerschaft:

  • 1 Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen
  • 1 Förderschule mit dem Schwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung
  • 1 Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung
  • 1 Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung

Darüber hinaus gibt es an der Grundschule Bürgeresch eine Sprachförderklasse, an der Grundschule Dietrichsfeld eine Kooperation mit der Förderschule am Bürgerbusch, den heilpädagogischen Zweig der freien Waldorfschule sowie das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte.

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen in der allgemeinen Grundschule eingeschult. Bei den Kindern bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf in den Bereichen Sprache oder Emotionale und soziale Entwicklung durch die Landesschulbehörde festgestellt wird, haben Eltern die Wahl, ob sie ihr Kind an der allgemeinen Grundschule oder an der Förderschule einschulen.

Für alle anderen Förderschwerpunkte (Geistige Entwicklung, Körperliche und Motorische Entwicklung, Sehen und Hören) gibt es mindestens eine inklusive Schule im Stadtgebiet (eine sogenannte Schwerpunktschule).

An den weiterführenden Schulen ist ab dem Schuljahr 2013/14 beginnend mit der 5. Klassenstufe je Schulform und Förderschwerpunkt ebenfalls mindestens eine inklusive Schule im Stadtgebiet (eine sogenannte Schwerpunktschule) benannt. Ab dem Schuljahr 2018/19 sollen alle öffentlichen Schulen für Schülerinnen und Schüler aller Förderschwerpunkte zugänglich sein.