Schulentwicklungsplan

In aller Kürze

Auch der Stadtelternrat unterstützt ausdrücklich diese Forderung nach einer gesteuerten Gestaltung und Entwicklung der Oldenburger Schullandschaft. Ohne diese Grundlage fehlt vielen, der zurzeit von Schulen, Eltern, Politikern und Vertretern der Verwaltung diskutierten Teilaspekten der Bezugsrahmen und auch die Möglichkeit zur Entwicklung einer nachhaltig tragfähigen Perspektive unter Einbeziehung aller Schulen und weiteren Beteiligten.

Ziel eines Schulentwicklungsplans

Zunächst verfolgt ein Schulentwicklungsplan auf kommunaler Ebene die Erfassung der benötigten räumlichen und sächlichen Mittel zur Ausgestaltung und Gewährleistung eines angemessenen Schulbetriebs. Wichtig hierbei ist, dass rechtzeitig eine Prognose über die zukünftige Entwicklung getätigt wird, um im Vorfeld nötige Maßnahmen und Veränderungen zu identifizieren und die hierfür notwendigen Investitionen bereit zu stellen. Daneben kann eine solche Planung sich auch mit der inhaltlich-qualitativen Seite der Schulentwicklung, also Konzepten, Profilen oder Schulformen auseinandersetzen.

Ausgangspunkt

Im der Stadt Oldenburg wurde über die Jahre immer wieder der Ruf nach einem Schulentwicklungsplan laut. Im Jahr 2014 wurde die Erstellung eines Schulentwicklungsplans von mehreren Fraktionen beantragt, die eine verlässliche Planung für die Oldenburger Schulen von 2015 bis 2030 wünschten. Die Politik hat die Verwaltung der Stadt aufgefordert, noch in 2015 eine solche Planung auf den Weg zu bringen.

Der Quantitative Anteil

Bei einer Planung der Schulentwicklung  geht es dem Schulträger in der Regel vornehmlich darum zu wissen, welche Räumlichkeiten und welche Sachmittel er wann und an welcher Schule vorhalten muss. Hierfür müssen Zahlen erhoben werden, die zum Teil vorliegen, zum Teil abschätzbar sind und zum Teil spekulativ sind:

  • Wie viele Schülerinnen und Schüler werden pro Schuljahr eingeschult?
  • Wie viele Schülerinnen und Schüler wechseln in die unterschiedlichen Schulformen der Sekundarstufe I?
  • Wie viele Schülerinnen und Schüler wechseln unterhalb der Schulformen der Sekundarstufe I?
  • Wohin wechseln die Schülerinnen und Schüler nach der Sekundarstufe I?
  • Wie hoch ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf?
  • Wie hoch ist die Zahl der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler?
  • Wie hoch ist die Zahl der Schulverweigerer und –abbrecher?
  • Wie stellt sich die demographische Entwicklung in der Stadt dar?

Die Zahlen geben zunächst einmal Auskunft darüber, wie viele Schülerinnen und Schüler an die einzelnen Schulen gehen und wie viele Räume dort zu Verfügung stehen müssen. Hierbei geht es nicht nur um Klassenräume, sondern auch um Fach-, Funktions- und Differenzierungsräume und weitere mehr, immer in Abhängigkeit der jeweiligen Schule und Schulform und deren konzeptioneller Ausgestaltung.

Vor dem Hintergrund der anfallenden Kosten, ist es für den Schulträger wichtig, dass einerseits möglichst wenige Räume ungenutzt leer stehen und andererseits die Zahl der Neu- und Umbauten so gering wie möglich bleibt.

Der Qualitative Anteil

Schulen und Eltern haben bei der Planung vor allem ein Interesse daran zu wissen, wie sich die einzelnen Schulformen und Schulen in den für sie relevanten strategischen Themenfeldern aufstellen. Diese sind unter anderem:

  • Inklusion,
  • Ganztagsschule,
  • Schulform,
  • Schulprofil,
  • Übergang Schule-Beruf,
  • Durchlässigkeit zu anderen Schulen

Die Positionierung der einzelnen Schulen in diesen Kernthemenfeldern ist ein wichtiges bis maßgebliches  Entscheidungskriterium bei der Schulwahlentscheidung für jedes einzelne Kind und seine Eltern. Die Durchführungsqualität der hier jeweils zugrunde liegenden Konzepte hängt auch entscheidend von den zur Verfügung gestellten räumlichen und sächlichen Mitteln ab.

Fazit: Die quantitative Seite und die qualitative Seite der Schulentwicklungsplanung bedingen sich gegenseitig!